Teil 3 - Grundkonzept aller Verfahren
Wie ist nun aber die Prüfgrösse verteilt, wenn die Arbeitshypothese H0 gültig ist, d.h. wenn sich die beiden Verteilungen nur zufällig unterscheiden?
Die Statistiker verraten uns das Geheimnis.
Ist die theoretisch erwartete absolute Häufigkeit fej für keine Ausprägungskategorie kleiner als 5, so ist die Prüfgrösse


In unserem Einführungsbeispiel umfassen die beobachtete und die theoretisch erwartete Verteilung k = 5 Ausprägungskategorien.
Ist keine der erwarteten absoluten Häufigkeiten fej kleiner als 5, so ist die Prüfverteilung eine -Verteilung mit dem Freiheitsgrad df = 4.

Damit haben wir das Grundkonzept aller univariaten (oder linearen) -Verfahren kennengelernt und alles zusammengetragen, was wir für den Vergleich von zwei ganzen Verteilungen brauchen:
- Die Prüfgrösse
, die den konkreten Unterschied zwischen den zu vergleichenden Verteilungen beschreibt.
- Eine Arbeitshypothese H0 (Die beiden Verteilungen unterscheiden sich nur zufällig) und eine Alternativhypothese H1 (Die beiden Verteilungen unterscheiden sich nicht zufällig).
- Die Prüfverteilung: Unter der Voraussetzung, dass kein fej kleiner ist als 5, wissen wir, wie die Prüfgrösse
bei Gültigkeit der Arbeitshypothese H0 verteilt ist.
- Als a-Fehler-Risiko, d.h. als Signifikanzniveau p, akzeptieren wir wie üblich 5%, 1% oder 0,1%.